PACES – (2016-2017)

PACES –
Preparedness for Appropriate aCcommodation in Emergency Shelters

Im Frühjahr 2016 startet das von der EU co-finanzierte Preparedness and Prevention Projekt PACES, mit dem Ziel Unterbringungsmöglichkeiten für Katastrophenopfer, abgestimmt auf die Anforderungen des Mittelmeerraumes, zu entwickeln.

Projektschritte

Innerhalb der 2-jährigen Projektlaufzeit wurden mehrere Workshops zu den Themen:

  • Seismische Risikoerkundung und Reaktionsplanung,
  • Notfallpläne für die Evakuierung von Menschen aus Katastrophengebieten, sowie die Errichtung von Notunterkünften,
  • Internationale Kooperation und Hilfe,
  • medizinische Triage,
  • Planung von Orten für Lager, Logistik und medizinische Versorgung

abgehalten.

Projektziel

Projektziel ist die Entwicklung von Einsatzabläufen für die Evakuierung von Menschen aus Katastrophengebieten, sowie die Errichtung von Notunterkünften. Zielpersonen sind insbesondere Betroffene mit speziellen Bedürfnisse, wie beispielsweise Verletzte, körperlich und oder geistig Beeinträchtigte, sowie älteren Menschen oder Kinder.

Auf einer Online Lernplattform soll das erarbeitete Wissen über die Erdbebenrisiken nicht nur für Einsatzorganisationen, sondern auch für die Zivilbevölkerung zur Verfügung gestellt werden.

PACES ist ein innovatives Projekt, in dem Experten aus fünf europäischen Ländern gemeinsam an der Verbesserung der Organisation und Koordination von Hilfeleistungen für den Ernstfall einer Katastrophe und Evakuierung großer Bevölkerungsgruppen, zusammenarbeiten. Neben internationaltätigen Einsatzkräften, finden sich im Team auch Organisationen aus Länder, die häufig mit Erdbeben und den Folgen konfrontiert sind.

Mehr Informationen zum Projekt finden Sie auf der Website des Projekts.

Lesen Sie mehr über Preparedness and Prevention der europäischen Kommission, Text in Englisch: prevention-preparedness_en

Projektsplitter

PACES Secenario Workshop auf Kreta

21.04.2016

Am 19. April 2016 fand der erste Scenario Workshop des EU PACES Projektes in Heraklion auf der Insel Kreta statt.

Der erste Workshop beschäftigte sich mit dem Thema seismische Risikoerkundung und Reaktionsplanung.

16 Vortragende von Universitäten, internationalen Organisationen, Regierungsstellen und Einsatzorganisationen aus den Partnerländern Zypern, Italien, Malta, Griechenland und Österreich referierten vor 100 Teilnehmern aus der Region Heraklion unter anderem zu den Themen Seismische Risikoerhebung und Erdbeben Szenarien, Notfallpläne für die Evakuierung von Betroffenen und Notunterkünften, sowie über internationale Kooperation und Hilfe.

Mehr zu diesem sehr gelungenen Workshop finden Sie unter folgendem Link: http://paces-project.eu/index.php/en/events/scenario-workshop


PACES Workshop in Malta

12.06.2016

Morgen beginnt auf Malta der Basistrainingskurs für Massenevakuierung und Unterbringung des EU finanzierten Projektes für „Preparedness for Appropriate Accommodation in Emergency Shelters“, kurz PACES, dass sich mit der Entwicklung von der Bereitstellung von Notunterkünften in Katastrophenfälle, speziell für die Gegebenheiten im Mittelmeerraum, auseinandersetzt.

Das Partnerland Österreich wird bis zu sieben Teilnehmer aus unterschiedlichen Einsatzorganisationen zu diesem Trainingskurs entsenden.

Rückblick auf den Workshop in Malta

Zwischen dem 13. und 16. Juni 2016 hat der Basistrainingskurs für Notunterkünfte und Erdbeben in Malta stattgefunden.

Neben der theoretischen Wissensvermittlung über seismische Risiken, internationale Hilfe, medizinische Triage, Notunterkünfte, der Planung von Orten für Lager, Logistik und vielen weiteren Punkten die für den Aufbau von Evakuierungszentren wichtig sind, wurden die Teilnehmer zu einer praktischen Umsetzung des Erlernten eingeladen.

In gemischten Teams aus allen teilnehmenden Ländern wurde Notunterkünfte aufgebaut, was neben einem koordinierten Aufbau vor allem einer guten Kommunikation unter den Helfern mit unterschiedlicher Herkunft und Sprachen bedarf.

Als besonderen Gast durften wir bei der Übung den maltesischen Innen-, Justiz- und Verteidigungsminister Carmelo Abela begrüßen, der den Teilnehmern des Trainingskurses auch für eine spannende Diskussion über Migrationsprobleme und Lager zur Verfügung stand.

Mehr zu diesem gut organisierten Workshop des maltesischen Zivilschutzes finden Sie unter folgendem Link:
http://www.timesofmalta.com/articles/view/20160616/local/rescuers-train-for-natural-disasters.615668


PACES Workshop zu Massenevakuierung und Notunterkünften in Laubegg/Steiermark, Österreich

06.02.2017

Am Sonntag den 22. Jänner 2017 fanden sich 70 Teilnehmer für den Workshop zum Thema Massenevakuierung und Notunterkünfte im Trainings- und Ausbildungszentrum des steirischen Roten Kreuzes in Laubegg ein.

Die Teilnehmer setzten sich aus den Projektpartnern und Auszubildenden aus den Partnerländer Zypern, Griechenland, Italien, Malta und Österreich zusammen.

Dieser dreitägige Workshop begann mit einem Update zum derzeitigen Stand des Projektes PACES. Nachfolgend wurden Vorträge zum Verhalten bei Erdbeben und Auswirkungen auf die von Erdbeben betroffene Region vorgetragen. Hierbei wurde auch die österreichische Katastrophenschutzstruktur, im Speziellen der Aufbau des Katastrophenschutzes im Land Steiermark, den Teilnehmern präsentiert.

Abgerundet wurde dieser erste, sehr informative Tag durch die Berichte von Experten der steirischen Samariter, des österreichischen Roten Kreuzes, der Internationalen Organisation für Migration, den Vereinten Nationen, der Caritas und des italienischen Zivilschutzes von ihren Realeinsätzen nach dem Erdbeben in Haiti 2010 und 2016, in Nepal 2015 und den Erdbeben in Mittelitalien im Jahr 2016 und dem tragischen Ereignis, das erst vor einigen Tagen stattgefunden hat.

Wir bedauern das Unglück, das sich in Mittelitalien ereignet hat sehr. Unsere Gedanken und Herzen sind mit und bei der italienischen Bevölkerung und allen Betroffenen.

Erlerntes in praktischen Übungen umsetzen und Wissen vertiefen

Für den zweiten Tag wurden die Teilnehmer in drei Kleingruppen unterteilt um sich

intensiver mit den Themen Massenevakuierung, Notlagermanagement und dem Umgang mit Menschen mit speziellen Bedürfnissen in Naturkatastrophen zu beschäftigen und in speziellen Übungen eigene Erfahrungen zu sammeln.

Im Rahmen einer Übung wird ein Lageplan für eine Massenevakuierung erstellt.

Im Rahmen einer Übung wird ein Lageplan für eine Massenevakuierung erstellt.

Neben dem Aufbau eines Notlagers nach den Sphere Standards wurden die existierenden Anwendungen in einem Notunterkunftslager mit den Teilnehmern diskutiert und Verbesserungspotentiale erarbeitet.

Als besonderes Highlight dieser Übung entpuppte sich das Thema Menschen mit speziellen Bedürfnissen, wie beispielsweise Menschen mit körperlichen oder geistigen Einschränkungen, Kindern und älteren Menschen.
In diesem Programmpunkt, wurden die Teilnehmer mit Hilfsmitteln wie Rollstühlen, Krücken, Augenbinden, zu rettenden Säuglingen (Puppen) und vielem mehr, vor die Aufgabe gestellt, selbst in die Rolle einer zu rettenden Person mit speziellen Bedürfnissen zu schlüpfen. Die gesammelten Erfahrungen wurden durch gezielte Fragestellungen auf die jeweiligen Einsatzbereiche der Teilnehmer ausgearbeitet.

Übung zum Umgang mit Menschen mit besonderen Bedürfnissen in Katastrophenfällen.

Übung zum Umgang mit Menschen mit besonderen Bedürfnissen in Katastrophenfällen.

Diese Übung wurde mit viel Engagement von Mag. Monika Hirschmugl-Fuchs und Dipl.-Ing. Klaus Tolliner vom Arbeitskreis Ecobility der Wirtschaftskammer Steiermark geleitet und erhielt von den Teilnehmern besonders positives Feedback.

Am Abschlussabend wurden die Teilnehmer mit steirischen Schmankerln verköstigt. Neben einem warmen Buffet wurden ausgezeichnete Weine aus der Region, gesponsert von der Weinkellerei Fresnig-Kitzeck, serviert.

D.M.A.T. Consulting KG bedankt sich bei allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern für Ihr Kommen und die engagierte Mitarbeit in den Workshops. Ein ganz besonderer Dank gilt auch allen Unterstützern und Helfern, denen wir den problemlosen Ablauf des PACES Workshop mit Schwerpunkt Massenevakuierung und Notunterkünfte zu verdanken haben, im Speziellen dem Team des Schlosses Laubegg.

Gruppenbild aller Teilnehmer und Partner beim PACES Workshop in Schloss Laubegg, 21.-24.01.2017

Gruppenbild aller Teilnehmer und Partner beim PACES Workshop in Schloss Laubegg, 21.-24.01.2017

Mehr Informationen zum Trainings- und Evaluierungsworkshop in der Steiermark, mit besonderem Fokus auf die Evaluierung besonders gefährdeter Gruppen, erfahren Sie auf der Projektwebseite unter folgendem Link: http://www.paces-project.eu/index.php/en/events/evaluation-workshop-refresher-training

Hier können Sie die Presseaussendung als PDF herunterladen: Presseaussendung_Notunterkünfte für ALLE


PACES Planübungen in Italien

Zwischen dem 22.und 25.05.2017 fand in Rom ein Planspiel (Table Top Exercise) zu PACES statt, bei der der italienische Zivilschutz, die Operationszentrale sowie das nationale Überwachungs- und Beobachtungszentrum gezeigt wurden.

Im Rahmen des Planspiels wurden verschiedene Aufgabenstellungen im Projekt durch die Teilnehmer bearbeiten. Abgeschlossen wurde der Workshop mit einem Besuch im Erdbebengebiet Amatrice, welches im August 2016 und Jänner 2017 von schweren Erdbeben heimgesucht wurde. Somit war es möglich, den Teilnehmern die Realität vor Augen zu führen – es waren alle sehr betroffen zu sehen, wie groß die Zerstörung in Amatrice auch nach Monaten noch war.


PACES Geländeübung Zypern

Im Juni 2017 fand im Rahmen des Projektes eine Geländeübung (Field Exercise) auf Zypern statt. Am ersten Tag erfolgten verschiedene Präsentationen zum Einsatz von Drohnen (UAV), Triage, der Rettung von Menschen mit speziellen Bedürfnissen, psychosozialer Betreuung von Verletzten und weitere spannenden Themen. Im Übungsgelände wurde dann unter anderem auch die neu entwickelte Lagerverwaltungssoftware (Camp Management Software) gezeigt, die einerseits das Management eines Camps, andererseits die Koordination von Camps beinhaltet.

Gelaendeuebung_Zypern_2017

Wir finden die entwickelte Software sehr gelungen!


Sommercamp für ein selbstbestimmtes Leben behinderter Menschen

Im Rahmen des Sommercamps, das vom 23. -28.7. in Graz stattgefunden hat, wurde eine Evakuierungsübung mit der Berufsfeuerwehr der Stadt Graz durchgeführt.

Die erforderliche Rettung von 15 Menschen mit Behinderungen aus dem Jugend- und Familiengästehaus in Graz war eine wahre Herausforderung für alle Beteiligten.

In der Übung wurde angenommen, dass drei Personen, zwei in einem herkömmlichen Rollstuhl, sowie eine Person in einem Elektrorollstuhl aus einem Jugendgästehaus evakuiert werden müssen. Schauen Sie sich in diesem Video über die Brandschutzübung beim Sommercamp, gefilmt von Barbara Tolliner, Schnitt Klaus Tolliner, den spannenden Verlauf der Übung an.

Wir bedanken uns rechtherzlich bei den Teilnehmern des Sommercamps für ihre Unterstützung bei der Erarbeitung von Problemstellungen und Lösungsmöglichkeiten im Zuge der Rettung von Menschen mit besonderen Bedürfnissen, sowie für ihre aktive Teilnahme an der Übung!

Evakuierung einer E-Rollifahrerin mit dem Kran

Evakuierung einer E-Rollifahrerin mit dem Kran

Evakuierung von RollstuhlfahrerInnen über die Stiege

Evakuierung von RollstuhlfahrerInnen

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Geländeübung auf Kreta:

Im Oktober 2017 fand die abschließende Übung für PACES auf Kreta statt. Bei der Abschlussübung wurde über die aktuellen Entwicklungen des PACES Projektes berichtet. Besonders hervorgehoben wurde die Nutzung der wissenschaftlichen Ergebnisse für die seismische Risikoanalyse von Heraklion. Daraus abgeleitet wurde die Planung von Plätzen in dieser Gegend, für temporäre Lager nach Massenevakuierungen, z.B. auf Grund eines Erdbebens.

Lesen Sie in diesem Artikel mehr über die Übung.

 


Abschlusskonferenz PACES in Nicosia/Zypern

Am 14. Dezember 2017 fand in Nicosia/Zypern die Abschlusskonferenz des PACES Projekt statt. Die Ergebnisse aus den einzelnen Einsatzbereichen wurden präsentiert. Festgehalten wurde, dass in den vergangenen zwei Jahren große Fortschritte im Bereich der temporären Unterbringung von Betroffenen nach Naturkatastrophen und Evakuierungen, einschließlich Menschen mit speziellen Bedürfnissen, erzielt werden konnten. Im Projekt wurden Standards für die Auswahl eines geeigneten Ortes für ein Lager, sowie für den Betrieb des Lagers unter Berücksichtigung der Bedürfnisse von allen Menschen, unter Anwendung computergestützter Lagermanagement Software, erarbeitet. In die entsprechenden Planungen wurden die Universitäten miteingebunden.

 


weitere Projektpartner