GEO-PICTURES (2010-2012)

GEO-PICTURES Nutzung georeferenzierter Fotos in Echtzeitübertragung bei Katastropheneinsätzen

Projektziel

Die optimale und schnelle Koordinierung der Einsatzkräfte in Katastrophenfällen kann entscheidend sein für das Überleben vieler Menschen, sowie dem Schutze der Umwelt und dem Eigentum von Personen. GEO-PICTURES entwickelt unterstützende Lösungen.

GEO-PICTURES hat sich zum Ziel gesetzt, ein System zu entwickeln, das Einsatzkräfte, Ersthelfer und die Kommandozentralen dabei unterstützt, die aktuelle Lage im Katastrophengebiet schneller und präziser zu erkunden. Die gesammelten Daten werden über georeferenzierte Bilder, unverzüglich nachdem sie aufgenommen wurden, an eine Kommandozentrale weitergeleitet. Dort werden sie analysiert und zur Entscheidungsfindung über folgende Abläufe eingesetzt, sowie für die Anwendung vor Ort aufbereitet.
Für eine stabile Datenübertragung werden Satellitennavigationssysteme verwendet.

Details zum Projekt:

Die detaillierte Fassung des Projektes finden Sie auf der Projektwebsite.

Einen zusammenfassenden Bericht über das Projekt mit den erzielten Ergebnissen, in Englisch, können Sie sich hier herunterladen: GEO-PICTURES_CORDIS_result

Einige Meilensteine aus dem Projektverlauf finden Sie nachfolgend im Absatz Projektsplitter.

Projektsplitter

Projektstart für GEO-PICTURES

10.04.2010

Am 8. April 2010 hat das Kick-off Treffen zum sehr interessanten GEO-PICTURES Projekt stattgefunden.

Ziel dieses bahnbrechenden Weltraumtechnologieprojekts ist Leben, Umwelt und Eigentum in und während Not- und Katastrophenfällen zu retten, und zwar durch die Zurverfügungstellung von Echtzeitaufnahmen, von Fotos und Videos, Sensoren und aktuellen Ergebnissen der Erkundungsteams aus den Katastrophengebieten. Die Absicherung der Netzabdeckung soll über die Nutzung von Satellitenkommunikation gesichert sein.

Lesen Sie mehr über das Projekt in nachfolgender PDF der Pressemitteilung: Pressemitteilung-dmat

Weitere Informationen und Aktuelles finden Sie auf der Projekthomepage.

Das Projekt ist EU kofinanziert im 7. Rahmenprogramm.


Fragebogen für das Projekt GEO-PICTURES

21.11.2010

Seit März 2010 wird fleißig an dem Projekt GEO-Pictures gearbeitet. Die Forscher und Entwickler unter unseren Projektpartnern haben sich zum Ziel gesetzt, durch die Nutzung von Satellitenkommunikation eine Optimierung bei Katastropheneinsätzen zu schaffen und so Menschenleben, die Umwelt und auch Eigentum bestmöglich zu schützen und zu retten.

Um möglichst viele Erfahrungen und Meinungen über Ansprüche und Erfordernisse der Endnutzer an die in Entwicklung befindliche Applikation mit einfließen lassen zu können, wurden auf der Projektwebsite Fragebögen zur Verfügung gestellt.

Unter nachfolgendem Link finden Sie den Fragebogen zu:

Während des UNDAC (United Nations Disaster Assessment and Coordination) Einsatzes von Dr. Alois Hirschmugl bei der Flutkatastrophe in Pakistan, im August und September 2010, konnte er die aktuelle Version der Testsoftware anwenden.

Wann immer er ein Foto mit meinem Android Smartphone aufgenommen habe, konnte er dieses direkt an einen Server, sozusagen die Operationszentrale senden. Die versendeten Fotos enthielten zusätzliche Daten, wie Datum und Uhrzeit der Aufnahme, Aufnahmewinkel, Längen- und Breitengrade. Alle Zugangsberechtigten konnten die von ihm aufgenommenen Fotos sofort nutzen und an Hand dieser Bilder eine Entscheidung über den weiteren Einsatzverlauf treffen.

Diese innovative Software, welche im Rahmen von GEO-PICTURES entwickelt wurde, ist ein ausgezeichnetes unterstützendes Hilfsmittel für Katastrophenmanager und Ersthelfer vor Ort.

Test der im Rahmen des GEO-PICTURES entwickelten Software bei der Flutkatastrophe in Pakistan.

Test der im Rahmen des GEO-PICTURES entwickelten Software bei der Flutkatastrophe in Pakistan.


Ein Jahr GEO-PICTURES

11.03.2011

Vor rund einem Jahr hat das Projekt GEO-PICTURES begonnen. Der bisherige Projektverlauf ist sehr positiv, die Testergebnisse ausgezeichnet.

Das Ziel dieses Satelliten- und Weltraumprojektes ist Menschenleben zu retten und die Umwelt und Infrastruktur in und während Notfällen und Katastrophen zu schützen.

Dieses erstrebenswerte Ziel soll durch die Entwicklung folgender Technologien und Verbindung von Kommunikationssystemen erreicht werden:

  • Übertragung von georeferenzierten Foto-, Video und Sensoren Erkundungen in beinahe Echtzeit
  • rasches Mapping durch Integration der neuesten, von Satelliten gesendeten Erdbeobachtungsbilder.
  • unmittelbare Verteilung Bildern und Karten zur Unterstützung bei der Entscheidungsfindung.

Bei der Flut 2010 in Pakistan und weiteren Versuchsreihen konnten eine einwandfreie und direkte Übertragung der Bilder mit den notwendigen Daten an Koordinationszentralen im Haupteinsatzquartier und vor Ort erfolgen.

Bisher wird die entwickelte Software auf Geräten mit Android-Systemen angewendet.

Nachfolgend können Sie einen Flyer zum Projekt in Englisch herunterladen: GEO-PICTURES_Flyer_EN


Test und Versuche

30.08.2011

Für das im 7. Rahmenprogramm von der EU, kofinanzierte Projekt GEO-PICTURES sind wir fleißig am Testen!

Während der vergangenen eineinhalb Jahre sind laufend Versuche mit der von AnsuR entwickelten Software in verschiedenen Ländern durchgeführt worden. Für die Tests habe ich ein Smartphone mit Android Betriebssystem genutzt um Orte und Plätze in Zypern, Longyearbyan/Norwegen, Deutschland, Österreich, Spanien, Belgien und weiteren Ländern zu fotografieren. Mit diesen Bildern werden raumbezogene Informationen (Georeferenzen) hinterlegt und sie werden in nur wenigen Sekunden bei geringer Bandbreite an eine Kommandozentrale gesendet.

Nutzen findet diese Anwendung vor allem bei der Entscheidungsfindung in der Einsatzplanung und der Koordinierung der Hilfskräfte.

Zusätzlich zu den bisher beschriebenen Möglichkeiten können auch Satellitenaufnahmen, Aufnahmen mit unbemannten Luftfahrzeugen (UAV), sowie eine Web-Mapping-Anwendung genutzt werden, um selbst Karten mit den entsprechenden Informationen zu erstellen.


Pakistan und Libyen

24.09.2011

Die UNOSAT, ein Satellitenbeobachtungsprogramm der Vereinten Nationen mit dem Auftrag Satellitenbilder und Karten frei zur Verfügung zu stellen, hat nun neue Karten mit Details der derzeitigen Flutkatastrophe veröffentlicht. Die Erstellung erfolgt in Kooperation mit GEO-PICTURES.

Die neu herausgegebene Karte zeigt das stehende Wasser über Badin und Mirpur Khas District der Provinz Sindh, in Pakistan, nach dem verheerenden Monsunregen.

Die Analyse der aktuellen Situation basiert auf Radarsatellitenaufnahmen, welche von den Sensoren der ENVISAT-ASAR Satelliten, der europäischen Weltraumbehörde (ESA), aufgenommen und gesammelt wurden. Verarbeitet und verteilt werden die Daten vom Kongs Satellite Services (KSAT) und dem EU Projekt GEO-PICTURES.

Die Karte mit den Daten vom 23. September 2011 können Sie hier öffnen, Text in Englisch: http://www.unitar.org/unosat/node/44/1588

Situationserkundung von Sirte, Libyen:
Basis dieser Analyse sind Satellitenaufnahmen einer Schnellerkundung vom 17. und19. September 2011 über dem Gebiet Sirte. Um die Lage einschätzen zu können wurde die aktuelle Karte mit Aufnahmen, die seit dem 31. Oktober 2010 gemacht wurden, verglichen.

Eine Karte von Sirte, Libyen vom 23. September 2011 können Sie hier herunterladen, Text in Englisch: http://www.unitar.org/unosat/node/44/1587


Im Training mit dem brasilianischen Zivilschutz

11.12.2011

Nach einer intensiven und spannenden Besprechung zum Projekt GEO-PICTURES hielten zwei der Partner, die Johanniter-Unfall-Hilfe und D.M.A.T. Consulting KG, interessante Vorträge über die United Nations (UN), United Nations Disaster Assessement and Coordination (UNDAC) und den europäischen Zivilschutz.

Anschließend wurden die Teilnehmer des Workshops in die ASIGN-Software des Projekts eingewiesen um diese in vorgegebenen Übungen zu testen.

Der Aufenthalt in Brasilien war nicht nur sehr wichtig für das Projekt, sondern auch eine gute Gelegenheit um mit dem brasilianischen Zivilschutz und den brasilianischen Kollegen in Kontakt zu kommen.


Testen auch Sie die ASIGN Software

Für das GEO-PICTURES Projekt werden Tester aufgerufen die entwickelte Software zu nutzen, ihre Funktionalität zu prüfen und ein Feedback an das Projektteam abzugeben.

Was macht die ASIGN Software?

Die im Zuge des Projektes entwickelte Software soll ermöglichen, Fotos mit beispielsweise einem Smartphone (derzeit mit Android Betriebssystem) aufzunehmen, diesen Georeferenzen zu hinterlegen und beinahe in Echtzeit an einen Server zu übermitteln um das Katastrophenmanagement zu optimieren.

Unter nachfolgendem Link finden Sie den QR-Code für die ASIGN-Software. Dieser QR-Code wird im Rahmen des EU FP7 Projektes zur Verfügung gestellt.

So werden Sie ASIGN Software-Tester:
  • Scannen Sie den QR Code mit einem Smartphone (Betriebssystem: Android, sowie GPS) ein. Nach dem Scannen wird die Software automatisch auf Ihrem Gerät installiert.
  • Erstellen Sie einen „User Account“. Username ist die E-Mailadresse des Nutzers.
  • Sind Sie als Nutzer registriert, können sie sich am Server unter http://asign.ansur.no/ einloggen. Über Ihren Account gelangen Sie zu den von Ihnen gesendeten Fotos.
Applikation installieren:

Um die Applikation installieren zu können, müssen Sie in Ihrem Android System, unter Einstellungen, dem System die Installation von noch nicht veröffentlichten Applikationen erlauben. („Erlaube nicht-market (unbekannte) Applikation“ aktivieren)

Barcode scannen:

Um den QR Code für den Test verwenden zu können, benötigen Sie einen Barcodescanner. Auf dem Android Markt finden Sie kostenlose Barcodescanner-Applikationen.
Wird der QR Code eingescannt, öffnet sich der Android Browser um die Datei „a .apl file“ herunterzuladen. Ist die Datei heruntergeladen, installieren Sie diese.

Starten Sie nun mit Ihren Tests und unterstützen Sie die Optimierung einer innovativen Software für die Verbesserung der Effizienz von Katastropheneinsätzen um Leben und Umwelt zu schützen!

Viel Vergnügen und gutes Gelingen beim Testen. Für Fragen und Anregungen steht Ihnen das GEO-PICTURES Team gerne zur Verfügung.

Schreiben Sie an a.seipelt[at]juh-logistics.org.

Bis März 2012 können Sie die ASIGN Software kostenlos nutzen.

Hier können Sie sich die GEO-PICTURES Schneller-Start-Anleitung herunterladen (leider nur in Englisch verfügbar): GEO-PICTURES-quickstart-guide

GEO-PICTURES: ASIGN Software im Test. Fokus auf die hohe Qualität der Zoomfunktion.

GEO-PICTURES: ASIGN Software im Test. Fokus auf die hohe Qualität der Zoomfunktion.

 


Abschlusstest von GEO-PICTURES in Österreich

09.02.2012

Am Sonntag, den 12. Februar 2012 wird in der Steiermark der Abschlusstest des seit zwei Jahren laufenden, EU kofinanzierten Weltraumprojektes GEO-PICTURES durchgeführt. Projektziel ist die Unterstützung der Lageerkundung und Koordination bei Katastrophen um Menschenleben zu retten und bestmöglich helfen zu können.

Bei der abschließenden Übung wird die entwickelte Software ASIGN, die von AnsuR, dem norwegischen Projekt Koordinator, entwickelt wurde, präsentiert. Mit Hilfe dieser Software werden georeferenzierte Fotos, Erkundungsergebnisse, Video- und Satellitenaufnahmen als kleines gesamt Datenpaket in kürzester Zeit (beinahe Echtzeit) an einen Server der United Nations Organisation (UNO) in Cern in der Schweiz gesendet. Für die Übertragung der Daten können unterschiedliche Transfermedien genutzt werden um eine stabile Datenübertragung zu gewährleisten.

Durch die im Projekt entwickelte Technik wird es erstmals möglich, Daten in den Einsatzzentralen umgehend auszuwerten, zu analysieren und entsprechende lebensrettende Maßnahmen zu setzen.

Des Weiteren wird eine „Crowdapplikation“ getestet, damit alle Personen, die sich am Ort der Katastrophe befinden, sofort Informationen an Einsatzzentralen, beispielsweise die Einsatzzentralen der UN oder EU, weiterleiten und so Rettungseinsätze optimal auf die aktuelle Lage abgestimmt werden können.

Während der Entwicklungsphase wurde die Software unter anderem bei einigen Katastropheneinsätzen wie den schweren Fluten in Pakistan 2010, einer Explosion in Zypern 2011, den Fluten in Thailand 2011, dem Erdbeben in Haiti 2011, getestet und durch diese Erfahrungen weiterentwickelt.

Ebenso erfolgreich wurde die Software bei der Jugendolympiade in Innsbruck getestet.

Einladung zum Abschlusstest Projekt GEO-PICTURES, in der Steiermark/Österreich.

Einladung zum Abschlusstest Projekt GEO-PICTURES, in der Steiermark/Österreich.


GEO-PICTURES, die Abschlussübung

04.03.2012

Die abschließende Übung des EU FP7 Projektes hat am 12. Februar in der Süd- und Weststeiermark stattgefunden.

Die Übungsannahme beschrieb eine vermisste Person in gebirgigem Gelände und von einer Lawine verschüttete Opfer. Weiters wurden in der Übung auch Probleme durch Flut-, Erdbeben- und andere Umweltkatastrophen und resultierende Sicherheitsrisiken behandelt.

Der Schwierigkeitsgrad der Übung wurde durch schlechte Wetterbedingungen (Schneefall) erhöht und forderte alle Teilnehmer. Auch diese anspruchsvollen Bedingungen konnten das Lob der Übungsteilnehmer aus unterschiedlichen „Blaulichtorganisationen“, nicht schmälern. Ihr Feedback beschreibt die Übung als vollen Erfolg!

Gruppenbild der Teilnehmer bei der Abschlussübung von GEO-PICTURES in der Steiermark

Gruppenbild der Teilnehmer bei der Abschlussübung von GEO-PICTURES in der Steiermark

Der Leiter der Abteilung für Katastrophenschutz der steirischen Landesregierung, Herr Dr. Kurt Kalcher, der der Abschlussübung beiwohnte, war vom entwickelten System beeindruckt.

GEO-PICTURES wurde bei der ersten Jugendolympiade im Jänner 2012 Innsbruck getestet und soll voraussichtlich bei der Ski Weltmeisterschaft in Schladming im März, den Olympischen Spielen in London, bei einer INSARAG Klassifizierungsübung in Österreich, sowie bei Vorbereitungen für die Fußball Weltmeisterschaft 2013/2014 in Brasilien genutzt werden.

Startbildschirm von GEO-PICTURES in der Anwendung für die Abschlussübung

Startbildschirm von GEO-PICTURES in der Anwendung für die Abschlussübung

Testaufnahme von GEO-PICUTRES bei der Jugenolympiade in Innsbruck 2012

Testaufnahme von GEO-PICUTRES bei der Jugendolympiade in Innsbruck 2012